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SÄGEWERK SAMONIG, SÄGEWERK GÖTTFRIED

Zwei Neuinstallationen von Hoxatec zeigen einen klaren Trend: Sägewerke setzen immer stärker auf automatisierte und flexible Lösungen. Diese machen die Abläufe einfacher und steigern die Effizienz deutlich.

Im Sägewerk Samonig, Fürnitz/AT, setzt man konsequent auf Automatisierung und flexible Produktionsabläufe. Seit Anfang März ist eine neue Stapelanlage von Hoxatec, Gramastetten/AT, in Betrieb, die Produktivität, Ergonomie und Prozesssicherheit deutlich verbessert. Die Investition ist Teil der umfassenden Modernisierung des Standorts seit der Übernahme durch PMG Holzhandel im Jahr 2024. Mit 70.000 fm/J Einschnitt und 25 Mitarbeitern entwickelt sich Samonig Schritt für Schritt vom klassischen Sägewerk zum modernen Industriebetrieb. Dabei setzt man weiterhin auf hohe Flexibilität.

Bis vor Kurzem wurde die Hauptware aus Gatter, Bandsäge und Nachschnittkreissäge teilweise noch händisch abgestapelt. „Mittlerweile schneiden wir rund 30.000 fm/J Lärche, dadurch haben sich unsere Anforderungen verändert. Mit Hoxatec haben wir eine flexible Paketierlösung gefunden, die perfekt zu unseren Abläufen passt“, erklärt Samonig-Betriebsleiter Markus Brandstetter.

Die neue Anlage verarbeitet 4 bis 9 m langes Schnittholz sowie verschiedene Dimensionen, von Rohhoblern über Latten bis hin zu Kantholz. Die Sortierung erfolgt durch einen Mitarbeiter in vier Qualitätsstufen. Die erste Qualität wird direkt abgestapelt, die übrigen gelangen über einen hebbaren Rollgang entweder in den höhenverstellbaren Pufferförderer zur Bulkbildung, zur Abnahmeposition des Vakuumkrans oder in einen Wagen. Neben der deutlichen Reduktion des Personalaufwands verbessert die Anlage vor allem die Ergonomie: Schweres Heben gehört weitgehend der Vergangenheit an.

Leistungsstarke, flexible Abstapelung

Der installierte Unistapler Mobil Gleis kann innerhalb von nur 30 Sekunden zwischen den beiden Pufferförderern wechseln und dort unterschiedliche Qualitäten abstapeln. Die Puffer können bis zu ein ganzes Paket aufnehmen. In Kombination mit dem leistungsstarken Stapelsystem ermöglicht dies eine kontinuierliche Abstapelung mehrerer Qualitäten, ohne die vorgelagerten Sägen auszubremsen. Die Paketbildung erfolgt lagenweise – wahlweise mit oder ohne Luftspalt. Die Maschine richtet die Werkstücke präzise stirn- und längsseitig aus und puffert bis zu drei Lagen. Dadurch reduzieren sich
die Wege des Bedieners deutlich und das Lattenlegen wird effizienter, welche Hoxatec optional auch automatisieren kann. Das maximale Lagengewicht beträgt bis zu 1000 kg.

„Wir können kurzfristig benötigtes Listenbauholz oder Tischlerware flexibel mitschneiden und mithilfe des Vakuumhebers handhaben, ohne den Materialfluss der Hoxatec-Anlage zu unterbrechen. Genau diese Flexibilität ist für uns entscheidend“, betont Brandstetter. Auch Sonderdimensionen lassen sich problemlos verarbeiten. Für Kanthölzer bis zu 12 m Länge wird die Stapelmaschine einfach in eine Parkposition gefahren.

Digitalisierung bis ins Lager

Ein weiterer Vorteil liegt in der durchgängigen Digitalisierung: Die Anlage übermittelt Paketdaten direkt an das ERP-System. Damit wird die Lagerverwaltung zunehmend digital abgebildet. Die Visualisierung der Maschinensteuerung liefert detaillierte Informationen zu Produkten und Parametern – inklusive bildgestützter Erklärungen. „Das System ist praktisch selbsterklärend“, lobt Brandstetter.

Reibungslose Inbetriebnahme

Beeindruckend verlief die Umsetzung der Anlage: Ohne Produktionsunterbrechung wurde die alte Anlage an einem Donnerstagnachmittag
demontiert, die neue Anlage am Freitag montiert und bereits am Samstag in Betrieb genommen. Nach Feineinstellung und Einschulung am Sonntag lief die Produktion am Montag wieder im regulären Betrieb. „Das war eine der besten Inbetriebnahmen, die ich je erlebt habe“, resümiert Brandstetter.

Weiteres erfolgreiches Projekt

Das Sägewerk Göttfried in St. Peter ob Judenburg/AT hat seinen Betrieb grundlegend erneuert: Die alte Sägehalle wurde abgetragen und der Standort komplett neu aufgebaut. Ziel dieser Investition war vor allem eine deutliche Arbeitserleichterung sowie eine nachhaltige Effizienzsteigerung im gesamten Produktionsprozess. Zum Einsatz kommt heute eine kompakte Mechanisierung vom Maschinenbauer Mayrhofer, Wenigzell/AT. Der Hauptwarenausgang wird ebenfalls automatisiert sortiert und gestapelt, jedoch mit einem unterhalb der Anlage integrierten Pufferkonzept. „Wir haben auch bei Göttfried Holz einen mobilen Unistapler installiert“, sagt Hoxatec-Geschäftsführer Georg Rammerstorfer. Die Anlage ist so ausgelegt, dass ein einzelner Bediener sowohl die Sägeführung als auch die Paketierung übernehmen kann. Trotz der kompakten Struktur und Auslegung auf zwei Mitarbeiter wird der Einschnitt im Zuge der Modernisierung gesteigert. Zudem produziert das Sägewerk ausschließlich auftragsbezogen und arbeitet
damit besonders flexibel und effizient.

Auftritt in Klagenfurt

Auf der Internationalen Holzmesse, die von 2. bis 5. September in Klagenfurt/AT stattfindet, wird Hoxatec auch heuer wieder ausstellen. „Wir zeigen ein mobiles Unistapler-System“, kündigt Rammerstorfer an. Ein Augenmerk gilt dabei der Qualitätsphilosophie des Unternehmens: Bei Hoxatec wird alles in Österreich entwickelt und gefertigt.

Vor der neuen Hoxatec-Stapelanlage: Samonig-Anlagenbediener Thomas Vuerich, Hoxatec-Geschäftsführer Georg Rammerstorfer und Samonig-Betriebsleiter Markus Brandstetter (v. li.)

Am modernisierten Standort des Sägewerks Göttfried: Evelyn Göttfried, Alfred Göttfried und Georg Rammerstorfer (v. li.)